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Zukunft: Wohnen – Migration als Impuls für die kooperative Stadt

Die gegenwärtigen Migrationsbewegungen aufgrund von Kriegen, Verfolgung, Hunger und Gewalt stellen alle europäischen Städte vor enorme Herausforderungen. In der Diskussion darüber ist auch in Deutschland die Wohnraumfrage in den Fokus von Politikern, Stadtplanern und Architekten zurückgekehrt. Die anfängliche Überforderung aller Akteure ist mittlerweile einer kreativen und innovativen Architekturdebatte über das Wohnen gewichen. So sind in den letzten Jahren architektonische Konzepte und Projekte entstanden, die der Frage nach einem Grundbedürfnis des Menschen, dem Wohnen, auf vielfältige Weise nachspüren und einen Diskurs über den Wohnungsbau der Zukunft in Gang gesetzt haben. Längst geht es nicht mehr um die temporäre Unterbringung von unmittelbar Bedürftigen, sondern vor allem um eine sozial verträgliche, integrative und kooperative Stadt.

Zukunft Wohnen – Migration als Impuls für die kooperative Stadt ist die Fortsetzung des erfolgreichen Buches Refugees Welcome – Konzepte für eine menschenwürdige Architektur.

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Refugees Welcome – Konzepte für eine menschenwürdige Architektur

Täglich machen sich Menschen auf den beschwerlichen Weg nach Europa und nach Deutschland – auf der Flucht vor Gewalt, Hunger, Verfolgung, Armut, Naturkatastrophen. Wem es gelingt, die streng gesicherten Außengrenzen der EU zu überwinden, landet meist in überfüllten Notunterkünften an der Peripherie der Städte, ohne gesicherten Aufenthaltsstatus und ohne Chance auf gesellschaftliche Integration. Die Politik scheint zu kapitulieren angesichts des angeblich nicht mehr zu bewältigenden Ansturms an Flüchtlingen. Wir brauchen neue Ideen für eine Willkommenskultur – und das heißt auch für eine angemessene Unterbringung der Neuankömmlinge im Herzen der Städte, in der Mitte der Gesellschaft.

Refugees Welcome zeigt, dass und wie dies möglich ist. Basierend auf einem Entwurfsprojekt an der Leibniz-Universität Hannover, präsentiert das Buch Handlungsstrategien und konkrete architektonische Konzeptmodelle für innovative und prototypische Formen des Wohnens für Flüchtlinge. Die Herausgeber plädieren für eine menschenwürdige „Architektur des Ankommens“ und fordern das Recht auf Architektur ein – auch für Flüchtlinge.

„Es wäre wünschenswert, dass stimmberechtigte Abgeordnete dieses Buch lesen, um noch besser zu verstehen, bevor sie entscheiden, worum es gehen muss – um Architektur für Menschen, die leben und zusammenleben wollen.“
(Bauwelt 48/2015; Josepha Landes)

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Kuppelsaaltraum – Eine Philharmonie für Hannover

Der 1914 eröffnete Kuppelsaal in Hannover von Paul Bonatz und Friedrich Eugen Scholer ist mit 3600 Plätzen bis heute der größte Konzertsaal auf dem europäischen Festland und avancierte nach seiner Errichtung schnell zum markanten Wahrzeichen der Stadt.
Doch 1962 wurde die imposante, fast 50 Meter hohe Kuppel zur Verbesserung der Akustik mit einer Flachdecke auf Gesimshöhe im Innenraum abgetrennt – damit wurde das einzigartige Raumdenkmal seiner überwältigenden Wirkung beraubt, ohne dass raumakustisch ein nennenswerter Erfolg erzielt worden wäre.
Dieses Buch will die Aufmerksamkeit für den grandiosen Bau neu wecken und der längst überfälligen Debatte über seine Sanierung eine Richtung geben. In Beiträgen renommierter Architekturforscher werden Entstehungs- und Zerstörungsgeschichte des Kuppelsaals vergegenwärtigt; gleichzeitig präsentiert das Buch visionäre Entwürfe und Konzepte für eine Zukunft des Kuppelsaales als Kongresszentrum und Philharmonie.

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Jörg Friedrich pfp architekten: Theaters

Theaterbauten waren und sind ein prägender Bestandteil der europäischen Stadt. Gerade sie geben Anstoß zur Aufwertung der Zentren und Neuentwicklung ganzer Stadtquartiere. Theater sind als Identifikationspunkt städtischer Gemeinschaften unverzichtbar. Insofern prägt gute Theaterarchitektur auch die Zukunft unserer Städte. Das Hamburger Büro pfp architekten beweist in seinen Entwürfen und Erfindungen zum Theaterbau nicht nur eine hohe Kompetenz bei Planung und Bau funktionierender Kulturräume, sondern ebenso seine große Sensibilität für den städtischen Raum. Zahlreiche Fotos und Pläne machen die innovativen Theaterprojekte bis ins Detail sinnlich erlebbar, Essays von Dirk Baecker und Martina Löw vertiefen die architektonische Sicht um die gesellschaftsstiftende Bedeutung von Theater und Theaterbau. Auch die Intendanten kommen zu Wort und schildern ihre Erfahrungen und ihre Sicht auf „ihre“ neuen Theater in üppigen Bildern. Dieses Buch beweist: Theater ist Zukunft – eine Erkenntnis, die angesichts europaweit gekürzter Kulturetats heute vielleicht wichtiger ist denn je.

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