Sanierung Stadthalle Braunschweig

Details
Beauftragung IWB Generalplaner / PFP Objektplanung LP 1-7 / 2018-2021
Status Die Planung, Ausschreibung, Vergabe ist abgeschlossen. Ausführungsbeginn Anfang 2024 (bauvorbereitende Maßnahmen)
Bauherr Stadt Braunschweig
Nutzung Kulturbau, Veranstaltungs- und Kongresshalle
Kosten KG 200-700 61.812.000€ / KG 300 24.690.000€
NUFa 12.246 m2; BGFa 23.744 m2; BRIa 94.207m3/ 16.614 m3 (ober-/ unterirdisch)
Foto Stadthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft mbH

2016 Machbarkeitsstudie Lph 1
2018-20 Planung Lph 2-7

Die zwischenzeitlich unter Denkmalschutz gestellte Stadthalle Braunschweig ist eines der letzten nahezu unveränderten Gebäude dieses so zeittypischen Formats, welches noch nahezu unverändert alle Anforderungen der gewandelten Ansprüche widerstanden hat. Sowohl raumfunktional, brandschutztechnisch, gebäudetechnisch logistisch und energetisch sind die Defizite heute derart grundsätzlich, dass eine Ertüchtigung unter laufendem Betrieb nicht mehr ausreichend ist.
Der große Saal für bis zu 2.000 Personen ist topmodern, hier werden viele künstlerische Veranstaltungen, aber auch hochkarätige Wirtschaftstreffen abgehalten. Gleichwohl ist auch hier eine Modernisierung und Anpassung anstehend. Relevanter sind aber die arrondierenden Flächen, welche gerade für eine Konferenz- und Tgungsort nicht mehr die heutigen Qualitäten treffen. Es sind weniger die großflächige Foyer- und Wandelzonen, als neue kleinräumlichere break-out-Räume, Kommunikationszellen und Besprechungsnischen, durchsetzt mit diversen Catering-Angeboten gefragt. Das Wechselspiel von großen zu kleinen Flächen hat sich sehr verändert und wurde nun hier eingeplant. Das dem zugrunde liegende Nutzerprogram wurde dezidiert durchgearbeitet und verfolgt.
Neben der Kubatur, der so prägenden Dreiecks-Geometrie und der höhengestaffelten scharfgeschnittenen Volumetrik (es dürften keinerlei sichtbare An- oder Aufbauten auch für moderne Technik erfolgen) wurde im inneren „Zeitkapsel“ definiert, um die Originalgetreuheit nicht nur zu dokumentieren, sondern auch weiterhin nutzbar zu halten. Die Planung der vollständig in allen Teilen denkmalgeschützten Fertigteil-Sichtbetonfassade wurde gutachterlich begleitet, ein Austausch der Elemente war untersagt, so dass ein komplexes Ablauf- und Logistikkonzept für die Betonsanierung und energetische Ertüchtigung ausgearbeitet werden mußte.
Das Verfahren war ein Generalplaner-Bieterverfahren, die interdisziplinäre Planung wurde über eine vorgeschaltete Machbarkeitsstudie bis zu vergabereifen funktionalen Ausschreibung ausgearbeitet. Mangels Bietern für diese komplexe Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahme wurde das Verfahren mit der LP 7 aufgehoben und zurückgestellt.

Generalplanerteam
• IWB Braunschweig Steuerung/ Koordination/ TGA-Planung
• PFP Hamburg Objektplanung
• W+S Braunschweig Tragwerksplanung
• te-ing München Bühnentechnik-Planung
• ISRW Hamburg Bauphysik
• HHP Ludwigshafen Brandschutz